Aktion T-4

T4 beschreibt die Zentraldienststelle in Berlin in der Tiergartenstraße 4. Reichsarbeitsgemeinschaft Heil und Pflegeanstalt diente als Tarnbezeichnung für T4. Arbeitsunfähige, zu Tote bestimmte KZ-Insassen, Kriminelle und Psychopathen wurden in T4 umgebracht.

„Offiziell begann das Mordprogramm am 18. August 1939. An diesem Tag präsentierte das Reichsinnenministerium an den Gesundheitsämtern und Ärzten eine noch unbekannte Institution: den Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden. Das geschah zunächst mit einem vertraulichen Erlass, der dann in leicht paraphrasierter Form im März 1940 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. Angeblich diente der Reichsausschuss als Sammelstelle für Daten >> missgestalteter usw. Neugeborener<<, um dieselben dann im Dienste der Prävention und Therapie wissenschaftlich auszuwerten. In Wahrheit bestand diese Aufgabe von Anfang an darin, Kinder, die an gravierenden Behinderungen litten, ermorden zu lassen.“

Quelle: https://www.planet-schule.de/wissenspool/spuren-der-ns-zeit/inhalt/hintergrund/euthanasie.html

Ausgehend von der von Philipp Bouhler geleiteten „Kanzlei des Führers“ organisierten Ärzte und Verwaltungspersonal in der Tiergartenstraße 4, die Registrierung und Auswahl von Anstaltspatienten. Sie koordinierten den Transport zu den im gesamten Deutschen Reich verteilten Genuzitanstalten. Eine große Verwaltungsbehörde sollte den reibungslosen Ablauf und die Vertraulichkeit von Massenmorden sicherstellen.

Die Opfer die in der ursprünglichen Einrichtung und im ursprünglichen Wohnsitz lebten, wurden registriert und von Experten benannt. Sie wurden in eine Zwischeneinrichtung transportiert. Es wurden genaue Beschreibung der Herkunftsinstitution vorgenommen, in der erläutert wurde, was für Patienten vorbereitet werden sollten. Als Zwischenstation in der Euthanasiekette gibt es zwei bis vier Einrichtungen im weiteren Bereich der Tötungseinrichtungen, von denen die meisten staatliche psychiatrische Krankenhäuser sind. Normalerweise wird der Busverkehr zentralisiert und organisiert, während der öffentliche Verkehr nur unter besonderen Umständen genutzt wurde.

 

Quelle: https://www.planet-schule.de/wissenspool/spuren-der-ns-zeit/inhalt/hintergrund/euthanasie.html

Diese Zwischenanstalten sollten den Endpunkt abdecken: Andererseits fungierten sie als Zwischenstopps, damit das Tötungszentrum nicht überfüllt wurde. In der Anstalt der Tötungsanlage wurden die Mitgenommenen entkleidet, gemessen, gewogen, fotografiert und dann dem Arzt übergeben. Personenbezogene Daten wurden überprüft und offensichtliche Merkmale wie chirurgische Narben dokumentiert, die für die Bestimmung der mutmaßlichen Todesursache wichtig sein können.

Um das Opfer zu täuschen, ist die Gaskammer mit einem Duschkopf ausgestattet. In der Regel werden 30 oder mehr Personen gleichzeitig vergaßt. Gefängnisärzte verwenden Kohlenmonoxidgas zum Töten und lassen dies etwa 20 Minuten lang hineinströmen. Wird in der Gaskammer keine Bewegung mehr festgestellt, wird die Gaszufuhr gestoppt. Normalerweise wurden die Leichen im eigenen Krematorium der Einrichtung eingeäschert. Goldkronen wurden zuvor heraus gebrochen. Die so gewonnenen Rohstoffe werden über die Zentrale T4 nach Degussa transportiert und zu reinem Gold verarbeitet. Im Register der angeschlossenen Einrichtung wurde eine Sterbeurkunde mit einer Krankengeschichte, mit einer natürlichen Todesursache ausgestellt.

Neben rassenhygienischen Vorstellungen der Eugenik wird auch die Kriegswirtschaft als Grund herangezogen. Zur gleichen Zeit mit den ersten kirchlichen Proteste, wurden die Tötungen, nachdem viele Krankenstationen „geleert“ worden, wurden die Massaker nicht mehr konzentriert, sondern ab 1942 verstreut durchgeführt, was nicht so offensichtlich war.

Die Täter verwendete in ihrer Arbeit eine bürokratische, entmenschlichende Sprache. Sie verwenden Wörter wie „desinfiziert“ und „erledigt“, um Patienten zu töten. Die Opfer wurden auf einen Gegenstand reduziert und ihr Mord wurde als reiner Verwaltungsakt angesehen.

Quellen:

http://www.gelsenzentrum.de/euthanasie_morde_t4.htm

https://www.t4-denkmal.de/Die-Aktion-T4

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Aktion_T4

 

Quelle:https://www.sueddeutsche.de/medien/nazi-verbrechen-ueberlebenschancen-1.2573201!amp