Berichte von Euthanasieopfern

"Ich bin ohne Sinnen gestorben.", waren eines der letzten bewegenden Worte von Rosa Schilling. 
Rosa Schilling war eine von vielen, die von den grausamen Taten der Nationalsozialisten Opfer wurde. 
Rosa lebte ein gutes Leben. Sie war Mutter von einer kleinen Tochter, namens Inge, und Ehefrau. Die Familie lebte in einem kleinen Haus. Nach dem Tod ihres Ehemannes und den kurz darauf folgenden Tod ihrer Tochter Inge, die an einer schlimmen Krankheit, verstorben war, fiel Rosa in ein tiefes Loch. 
Sie wurde von einem Arzt ind die Heil- und Pflegeanstalt Galkhausen, wegen paranoider Schizophrenie, eingewiesen. Nach der Einweisung vom Arzt, wurde Rosa Schilling zwangssterilisiert und ihr wurden ihre Goldzähne gewaltsam herausgebrochen. 
Sie verweigerte ihre Medikamente, die eigentlich Schlafmittel waren. Sie wusste genau, dass die Nationalsozialisten in der Nacht vor Belästigung nicht zurückwichen. "Den Kindern wird der Hass ja schon eingeimpft" und "Hunden legt man solches Essen nicht vor. Ich lasse mich nicht zum Tier erniedrigen!" - Rosa Schilling schilderte in aller Öffentlichkeit ihre Meinung über und vor den Nationalsozialisten. 
Eines Tages wurde sie mit vielen Anderen, mit einem Bus, nach Hadamar in Hessen gebracht. Die "Duschräume" entpuppten sich als Gaskammer. 
Nach der Tötung durch Kohlenmonoxid und der folgenden Einäscherung, erhielten die Angehörigen "Trostbriefe" und Sterbeurkunden mit falschen Angaben. Nach Trug der Nationalsozialisten sei Rosa Schilling an Leukämie gestorben. Rosa Schilling ist jedoch am 2.Mai 1941 in Hadamar in der Gaskammer getötet worden. 

Eines der letzten Worte von Rosa waren: "Ihr könnt ja nichts anderes als die Leute zu misshandeln und Ihnen nichts zu essen zu geben. Die haben mir mein junges Gesicht genommen und  haben mir ihre Fratze gegeben!"